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Thursday, September 6, 2007

Karaokeparty











und seine Folgen am nächsten Morgen sind eine Reibeisenstimme á la Joe Cocker und einen betrunkenen Roommate der zwar schon 2 Jahre hier an der Uni lebt, aber noch NIE in Lon Kwai Fong war. Bevor wir losgegangen sind hat er mir doch tatsächlich erzählt, dass er noch nie betrunken war. Ein schwerwiegender Fehler!!! Hier erkennt man aber auch gleich die kulturellen Unterschiede, die "uns" Europäern von den Asiatischen Studenten trennen. Bei einer neulichen Konversation mit Locals habe ich erfahren, dass chinesische Studenten ein komplett anderes Studentenleben führen als ich es gewohnt bin. Das Highlight der Woche besteht aus Treffen mit Freunden um merkwürdige Sachen wie Bohnensuppe die ganze Nacht lang zu kochen und zu quatschen. Ganz toll!!! Ein weiteres Highlight besteht darin alle zusammen, also so 20 Leute, ins Kino zu gehen, dabei nicht idendifizierbare Sachen zu essen, zu kichern und sich wie 12 jährige Kinder zu benehmen um "jede Menge Spass dabei zu haben". Alkohol wird hier ganz verpönt, zumindestens geben sie es nicht zu :-) und waren auch ein wenig schockiert als ich über deutsche Verhältnisse berichtet habe :-). Ein Ausgehen wir Studenten es in Europa kennen gibt es hier eigentlich gar nicht. Die alten Chinesen bezeichneten "Ausländer" also Nicht-Han-Chinesen als Barbaren. Dieses Gefühl hatte ich in etwa, als wir uns unterhalten haben. Blicke und Mimiken können selten lügen.

Ich lasse lieber die Bilder sprechen :-)












Mein Roommate nachdem ich ihn abgefüllt habe :-) *muhahahahahaha*

Wednesday, September 5, 2007

Eindrücke von der Uni

obligatorisches Vorglühen vor der Erstürmung der Bar - v.L.n.R. Theodor von der University of California Irvine, Christopher der Zweite Entsandte aus Hannover, Robert Carlos von der Rijksuniversiteit Groningen

Ich habe die ersten 3 Tage erfolgreich überstanden, am Montag hatte ich die erste Vorlesung in Geschichte über "Tradition and Transformation of Western History" gehabt. Der Professor hat bei C.Warren Hollister in Kalifornien studiert, einer der, wenn nicht DER bekannteste(n) englischsprachigen Historiker für das mitteralterliche Europa.

Dienstag stand nur Pu tong hua an, war mit 3h am stück aber auch genug :-) am Abend haben wir noch die Campusbar gestörmt und bis 2 Party gemacht obwohl eigentlich alles nach 12uhr auf dem Campus dicht machen muss.

Mittwoch auch schon 9 Uhr aus den Federn um 10.30 "Politics and Massmedia" zu belegen. Mein Pech, dass der Prof. 80% Cantonesisch gesprochen hat und ich somit recht wenig verstand auch wenn ich paar Sätze und Aussagen auf Cantonesisch verstand. Ich bat ihn nach der Vorlesung freundlich ob er ab der nächsten Sitzung doch ein wenig mehr in Englisch zu lehren.
Am Abend gab es dann ein Treffen von Exchangestudents aus meiner Hall um alle mal zu Gesicht zu bekommen, das obligatorische Bier danach durfte auch nicht fehlen. Auf mein Floor angekommen habe ich mich nun auch noch breitschlagen lassen an der orientation week der Hall teilzunehmen um mehr locals hier kennenzulernen, mal schauen wie es wird, habe jedenfalls ein T-Shirt und einen Block für die Einschreibung bekommen :-)

Morgen steht der zweite Teil von Pu tong hua in der Woche an. Am Abend geht es wieder nach Lon Kwai Fong, DIE Partymeile von Hong Kong, ich brauche Schlaf um Morgen fit zu sein.

Good night Germany, good Morning Hong Kong!

Sunday, September 2, 2007

Woche I






Die ersten 7 Tagen habe ich erfolgreich hinter mich gebracht und es ist Zeit ein wenig ausführlicher zu berichten.

CUHK:

The Chinese University of Hong Kong, heisst die Uni. Der Campus der Uni verteilt sich auf mehreren Hügeln bei einer Größe von 184ha ist das Ablaufen gar nicht so einfach. Es gibt ein Shuttlebussystem welches die Studenten und Bedienstete transportiert. Ausser den „normalen“ Ausstattungen einer Uni wie Rechenzentrum, Bibliotheken ect. Besitzt die CUHK ein eigenes Krankenhaus, das Price of Wales Hospital, eine Wetterstation, ein Stadion sowie eine olympiasize Schwimmbahn, etliche Sportplätze und Turnhallen, eine Metrostation die direckt auf dem Campus führt, einen Supermarkt sammt Spätshop der hungrige aber meist durstige Studenten mit Flüssignahrung in Form von Bier versorgt sowie eine Bank.

Hong Kong:

Es gibt wohl etliche Städte, die sich the city of lights nennen aber ich glaube nicht, dass es eine andere Stadt gibt die diesen Namen mehr verdienen würde als Hong Kong. Der Stromverbrauch ist hier wohl gigantisch aber was solls, man hats ja hier in China. Die Stadt ist doch sehr westlich geprägt, die Straßen sind wirklich sehr sehr sauber für eine Großstadt. Überall prangen Schilder von Sachen die man nicht machen darf und was es für Strafen dafür geben würde, in Deutschland würde man wohl dagegen auf die Barikaden gehen aber hier scheint man es zu akzeptieren, wie sonst soll man die über 7 mio. Registrierten Menschen auf engsten Raume ein geordnetes Zusammenleben ermöglichen. Es gibt riesige Einkaufszentren mit allen Möglichen Schnick Schnack die man gebrauchen oder auch nicht gebrauchen kann. Die meisten Leute sprechen mehr oder weniger gut Englisch, man kommt damit aber doch recht weit und wenn nicht, dann helfen immer noch Gestigen und Mimiken. Die Supermärkte unterscheiden sich eigentlich gar nicht von unseren, es gibt nur reichlich mehr angebote an frischer Nahrung. Eine frischgegrillte Ente kann man sich auch für 10€ hier einpacken lassen und mit nach Hause nehmen. Allgemein mangelt es hier nicht an Essen, es gibt aller 5m ein Restaurant oder eine Fressbude, wo man ganz schnell was verschlingen kann oder einfach nur mal eine Suppe ausschlürft. Billig ist es hier nicht wirklich, für 1l Milch muss ich zum Beispiel 2,50€ zahlen, NEIN ICH HABE MICH NICHT VERTIPPT 2,50€ FÜR 1L MILCH!!! Generell scheinen Milchprodukte hier viel teurer zu sein als anderswo, Importsachen sind hier extrem teuer. Der Konsum der Hong Kong Chinesen scheint auch gigantisch zu sein, da können wir uns aus Deutschland eine scheibe abschneiden. Man sieht hier überall Leute telefonieren und das rund um die Uhr, selbst nachts um 1 sieht man in der Metro immer noch reichlich Personen, die mit dem Handy am Ohr kleben und dabei fast einschlafen. Jeder 4te hat sowas wie ein Gameboy mitdem man in der Metro und auch unterwegs spielen kann um nicht gelangweilt zu sein. Diejenigen die sich keins leisten können, pennen einfach in der Metro. Bin wirklich gespannt ob es eine Statistik gibt wie viele Leute den Ausstieg verpassen, weil sie in der Metro schlafen. Nach Sonnenuntergang ist die Stadt ein einziges Lichtermeer, ein Ende scheint es nicht zu geben, soweit das Auge reicht.



Mein Leben in HK und an der CUHK:

Nach einer Woche „Orientation“ bin ich am Freitag in meine feste Bleibe für das nächste Jahr gezogen. Ich teile ein maximal 12m² großes Zimmer mit einem Mainlandchinesen, jeder von uns bekommt von der Uni ein Schreibtisch, ein Bett und ein Schrank gestellt für mehr reicht hier der Platz nicht. Das Studentenwohnheim hat ein eigenes Fitnesstudio, ein Basketballfeld, ein Squashfield und ein Tischtennisraum. Eine eigene Katine und ein in der Lobby stationierter Spätshop wo man auch wieder alle Möglichen Sachen kaufen kann. In der Lobby gibt es auch einen riesigen Fernseher inklusive 4 Sitzreihen, eine Art Minikino. Mein Roommate heisst Sun, kommt irgendwo aus der Mitte von China und spricht wirklich sehr gut Englisch. Andere Ausstauschstudenten hatten weniger Glück mit ihren Roommmates :-) Sun studiert Maschinenbau und ist geschätzte 1,60m groß, sehr sehr hilfsbereit und ein lustiger Typ. Wir haben in jeder Etage eine Gemeinschaftsküche sowie Sanitärräume. Das einzige was hier ein wenigstört sind die auf chinesische Größe angepassten Sachen. 2 Europäer passen auf 3 Bussitze, Waschbecken und Pissoirs sind auf Kniehöhe, ich und die meisten anderen Austauschstundenten passen nicht in die mit Trennwänden eingeräumten Pissoirs rein, wir müssen uns immer ein wenig seitlich drehen um reinzukommen :-) die Duschräume sind auf „halbe Hemden“ angepasst, mein Bett ist ganze 60cm breit. Der Mensch ist ein Gewöhnungstier :-)
Morgen habe ich schon den ersten Kurs und noch jede Menge Papierkram zu erledigen.
Good night good fight!

Friday, August 31, 2007

Welcome to my city



Bilder vom Peak auf die Stadt
Bank of China

... welcome to Hong Kong!!! Die erste Partynacht habe ich auch schon hinter mir, es waren insgemsammt an die 400 Austauschstudenten an der Partymeile unterwegs, in jede Bar und in jedem club waren mindestens 50% von meiner Uni. Die Stadt ist einfach überwältigend!!!

Thursday, August 30, 2007

Bilder und Clips

Robert aus Groningen, Paul aus Bonn, ich und auf dem Boden liegend Roy aus Kalifornien
Übertriebene Härte?
richtige Härte :-)
chillige Chinesen

Tuesday, August 28, 2007

The city of light...


blick aus der lobby meiner bude






verbaucht wohl mehr Strom als ganz Niedersachsen in einem Monat, dafür sieht es auch schick aus :-) so oder so kann ich wohl meine ersten beiden Tage hier beschreiben. Am Flughafen agekommen habe ich auch gleich das Pick-Up Team der Uni getroffen, die Leute abholen. Im Shuttlebus kam man dann auch recht schnell ins Gespräch, eine sehr Internationale Truppe, nur die Mainlands haben ihren Mund nicht aufbekommen. Die Uni ist riesig, wie eine Kleinstadt auf 184ha verteilt mit eigenem Krankenhaus, ein riesiges Stadion und etlichen Sportplätzen und Turnhallen plus 7 Bibliotheken, eigene Buslinien die auf dem Campus fahren und eine Metrostation die direckt in die Uni führt. Die Organisation und Betreuung ist hier top, rund um die Uhr sind Leute da die man nach alle möglichen Sachen fragen kann. Der Ausblick auf die Stadt ist wohl die Beste, die man hier in Hong Kong haben kann, ich kann mich über die Uni wirklich nicht beschweren, jedenfalls das Beste was ich bisher sehen durfte.
Die erste Stadttour lies auch nicht lange auf sich warten, zusammen von 2 local guides angeführt sind wir erstmal essen gegangen. 1 Ami, 1 Enlänger, 1 Holländer, 1 chinesischstämmiger Kanadier, 1 chinesischstämige Amerikanerin, 1 HongKong-Brite, 1 indischstämmige Ami, 1 aus Simbabwe stammende Ami, 1 Puertoricanerin, 2 Hong Kong Chinesen als Guide und ich mittendrinn. Eine sehr nette Manschafft :-)
Und nun paar Bilder zum genießen :-)

Sunday, August 26, 2007

Wasserstandsmeldung aus Hanoi

...oder so ähnlich könnte man den heutigen Regen in bezeichnen. Es war kein Regen mehr sondern man hatte eher das Gefühl, dass da oben jemand sitz und einfach nur den Wasserhahn aufgedreht hat. Die letzten Stunden in der Hauptstadt ticken gnadenlos runter, am 15. August bin ich hier angekommen, Morgen ist der 27. August. Die letzten 12 Tage sind wie die endlosen Wolken am Hanoier Himmel vorbeigezogen. Es kommt mir vor, als wäre ich erst gestern gelandet. Es waren zweifellos die schönsten Tage, die ich bisher erleben durfte. Keine Arbeit die auf einen wartet :-) , eigentlich nur konsumiert und das reichlich. Ich habe es endlich mal geschafft Bekannte, Verwandte und alle die ich schon lange mal sehen wollte zu besuchen auch wenn der eine oder andere zu kurz gekommen ist. Ich bin eigentlich nur wegen einer Person hierher gekommen :-) und habe mich auch mehr oder minder danach gerichtet, wieviel Zeit man so verbringen konnte, es war definitiv eine gute Wahl 2 Wochen früher Deutschland zu verlassen als geplant. Ich danke Dir für die schönen Tage :) Viel Spass noch auf deiner Reise. „Schwierige Situationen meistert man am besten, wenn man nicht zurück sondern nach vorne schaut.“ Hat hier mal ein kluger Mensch gesagt :-)
Ab Morgen beginnt der Ernst des Lebens, der Grund warum ich eigentlich aus Deutschland weggehe. Die Uni wartet und ich bin gespannt was auf mich zukommt, Erwartungen habe ich nicht auch keine Vorstellungen „schau mer ma“ würde der Kaiser sagen, mal sehen ob ich den Weg zur Uni finde...
Und nun noch paar Bilder damit ihr neidisch werden dürft, wie gut es mir hier in den letzten Tagen ging :D
Für alle die mal wissen wollen wie meine Uni so ist empfehle ich die Seite www.cuhk.edu.hk zu besuchen, 184ha Campus sage ich nur :)